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RE: Manifest für einen Linken Maskulismus


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von PapaParis am 15 May. 2012 10:42

Hallo Wolfgang,

Bei Punkt 1:
Männer und Frauen sind gleich. Ihre Unterschiede ....
Ich bleibe dann doch bei "gleichwertig", weil gleich ja nicht stimmen kann. Sonst bräuchten wir uns ja gar nicht mehr austauschen.


Ist absolut ok!!!

Bei Punkt 2:
Mit "andere Gründe" meine ich nur Behinderungen geistiger oder körperlicher Art oder auch Alter (Kinder) die andere Rechte (und Pflichten) begründen können.
Mit den zu wenig betonten Pflichten gebe ich dir Recht. Das muß ich noch korrigieren. Deine Formulierung erscheint mir da prägnanter.


Hatte ich im Prinzip auch so verstanden dass dieses mit anderen Gründen gemeint ist, war mir pers. aber nicht klar genug ;)

________________________________________
Menschen die innerhalb eines Geschlechtes
________________________________________


..... fehlt da nicht was?

Zu deinen Ausführungen im Punkt 3:
Das wäre dann natürlich Thema bei einem etwaigen Vortrag. Ins Manifest gehören diese Ausführungen IMO nicht.


Ja, es war von mir mal so als Prolog gedacht, der zur Diskussion und Vervollständigung angedacht war…
Nun, ich dachte so als Einleitung vor den Punkten mit einem Abschlusssatz, deshalb erklären (oder fordern) wir wie folgt… Braucht aber nicht…





Du hast aber einen guten Punkt erwähnt, nämlich Diskriminierungen, die erst durch eine vorherige "Bevorzugung" entstehen können, nämlich z.B. durch eine Bevorzugung von Frauen nach einer Geburt. Diese Verpflichtung nicht mehr zur Arbeit gehen zu können gehört abgeschafft oder gleichermaßen auch auf den Vater übertragen. Dann braucht es später auch keinen Ausgleich mehr um die so entstandenen Diskriminierungen zu mildern.

Mir geht es hier eher um einen Systemischen Ansatz… (siehe nachfolgend)

Bei Deiner Forumulierung des Punkt 3 fühle ich meinen Punkt 3 nicht getroffen. Mir ging es in dem Punkt darum, dass man Gleichheit nicht herstellt, in dem man eine Seite behindert. Man läßt einen Sportler mit zwei gesunden Beinen auch nicht bei einem Wettrennen mit Einbeinigen mitlaufen, indem man sein zweites Bein am Oberschenkel festbindet.
Mädchen fördert man nicht schulisch, in dem man die Jungen behindert. Ein Zuviel an Förderung für die eine Seite wächst sich zu einer Behinderung für die andere Seite aus, wenn man ihr diese vorenthält.


1. Eines meiner „pers.“ Probleme auf die ich immer wieder stoße ist, die UNO schreibt heute den Ländern vor bestimmte Daten über die Benachteiligung von Frauen zu sammeln. Hierzu gehört immer wieder der Punkt „häusliche Gewalt“. Diese Verpflichtung der UNO nehmen die Staaten leider allzu gerne wahr, ohne gleiche Daten für Männer zu sammeln, denn dazu sind diese nicht verpflichtet…
Aus einer historischen Sicht der Dinge mag dieses eventuell „Sinn“ gemacht haben, heute sollten wir aber, gerade bezogen auf Gender, einen Schritt weiter sein. Nun können wir nicht die UNO ändern, aber in unseren Staaten zumindest fordern in diese Studien auch die Männer als Gruppe (und nicht als Problemauslöser) mit ein zu beziehen…
2. Ähnlich wird vorgegangen bei „Frauen in Führungspositionen“… Auch hier werden einseitig die Nachteile einer einzigen Gruppe auf einem einzigen Feld betrachtet (die Daten werden ebenfalls von der UNO gefordert)… Einen systemischen Ansatz gibt es hier nicht, der anzeigt dass Frauen z.B. durch Unterhaltszahlungen (also Transferleistungen) im Gehalt nicht so benachteiligt werden wie uns die 23% Statistik zeigt… Oder bezogen auf die Führungspositionen, da Frauen dafür gerade bei Kindererziehung, Vergabe von Sozialwohnungen etc. Vorteile genießen.

Würde ich das jetzt systemisch Betrachten (und da ist halt auch nicht jeder Fan von) und nachfolgend etwas ändern, so würde ich eben versuchen Männer in der Kindererziehung mit einzubinden (Sorgerecht/Wechselmodell) um die Erziehung auf beide zu verteilen und somit beiden eine Karriere zu ermöglichen. Zusätzlich Kindergartenplätze anbieten etc. Und wenn dann Frau nicht will, kann Mann es eh nicht ändern (nach diesen Massnahmen hätte ich auch nichts gegen eine Quote – ist aber eine andere Diskussion)…

„Daher ist IMMER auf einen gerechten Ausgleich zu achten. Das Ungleichgewicht konnte nur entstehen, in dem man die eine Seite automatisch für SO bevorteilt erklärt, dass man eine Gleichberechtigung nur dann meinte erstellen zu können, wenn man diese behindert und alleine die andere fördert.
Diese Vorannahme ist jedoch FALSCH!!!“


Hier gehen wir d’accord, doch ich persönlich sehe das Vorgehen eher so…
1. Problem schaffen durch massive Propagande (z.B. Männer schlagen Frauen…)
Diese Probleme sind viele Menschen gerne bereit zu glauben, vor allem weil alle Männer ja stark sind, alle Gefängnisse voll von Männern…
2. Studien (einseitig) dazu erstellen und verbreiten, die das Problem weiter aufbauschen
3. Problem wird „gelöst“ – Gesetz zur häuslichen Gewalt…
4. einseitige Studien gehen weiter und zeigen, die Lösung ist falsch, werden aber zur Dämonisierung von Männern genutzt…
Häusliche Gewalt kann hier durch Frauengesundheit etc. ersetzt werden…

Auch wenn die einseitigen Studien der UNO/EU vorgeschrieben sind, so hindert niemand einen Staat daran Studien auch auf Männer auszudehnen. Deshalb die Forderung, habe noch mal umformuliert… So schnell gebe ich nicht auf 

„Die Politik muss sich dafür einsetzen umfassendes Datenmaterial über alle Geschlechter und Gruppen in unserer Gesellschaft zu sammeln, einseitige Studien nur ein Geschlecht, eine Gruppe betreffend sind genau so diskriminierend wie angeblich bestehende Benachteiligungen durch Benachteiligungen einer anderen Gruppe auszugleichen.“

Evtl. sollten wir dieses aber auch gesondert diskutieren, es könnten sich dann sogar auch zwei Punkte ergeben…



Punkt 8:
Dieses Zuhausebleiben der Frau sollte eben dann staatlicherseits nicht so enorm gefördert werden.
In einem anderen Thread schreibe ich schon, es würde schon genügen, wenn die Frau wenigstens ihre Krankenkassenbeiträge selbst bezahlen müßte. Die 300 Euro, die sie dann aufwenden müßte, würden schon enorm motivieren, wieder einer Arbeit nachzugehen.
Wenn sie es dennoch nicht tut, muss der Mann schon genügend Eier haben, da auch auf den Tisch hauen zu können. Der Staat ist dafür nicht zuständig.


Richtig, doch für mich wird dieses Modell mit Trennung/Scheidung aufgehoben… Hier finde ich Frankreich gut, während der einjährigen Trennung wird unterhalt gezahlt. Mit der Scheidung eine Ausgleichssumme, ggf. Rentenansprüche und gut ist… Richter (auch in Frankreich) führen dann aber einfach das alte Familienmodell weiter. Finde aber auch Deine Forderung ok.



Das Cochemer Modell ist nur eines von vielen guten Modellen und ist mir zu speziell. Die Grundsatzaussage im Punkt 12 erscheint mir ausreichend. Kann aber noch ergänzt werden durch:

Vaterschaft ist daher in allen Lebensmodellen zu fördern und eine Behinderung und Benachteiligung abzustellen.


Nun, Cochemer Modell weil es so schön konkret ist… Ich würde den Punkt trotzdem noch ergänzen um,
Alter Text:
„Der Kampf um das Kind und der Einfluss auf die Kindererziehung ist ein wesentliches gesellschaftliches Element, welches auch von Männerseite her seinen Einfluß haben oder bekommen muß. Dies gilt sowohl vor, als auch während und ebenso nach einer etwaigen Ehe - und auch völlig unabhängig davon.“

Zusatz…
„Außerdem fordern wir Modelle um die Elternebene auch nach einer Trennung/Scheidung zu stärken und zu fördern, damit Kinder ohne Elternkonflikt leben und sich frei entwickeln können.“

Außerdem:
Kampf ist so martialisch und sollte dann durch Auseinandersetzung um das Kind ersetzt oder in Anführungsstrichen gesetzt werden…


Gruss
Kai

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