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RE: Manifest für einen Linken Maskulismus


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von PapaParis am 09 May. 2012 16:59

1) Männer und Frauen sind gleichwertig. Von daher müssen sie auch gleichberechtigt sein/werden. Ihre Unterschiede sind sowohl teilweise biologisch begründet, als auch konstruiert. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind wesentlich geringer als die Unterschiede innerhalb der Geschlechter. Jeder Mensch ist daher als Individuum zu sehen.

Hier würde ich klarer und „härter“ formulieren
Männer und Frauen sind gleich. Ihre Unterschiede sind biologisch begründet, als auch durch Rollenbilder konstruiert. Von daher müssen sie auch in unserer Gesellschaft gleichberechtigt sein/werden. Jedoch sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in unserer Gesellschaft geringer als die Unterschiede innerhalb sozialer Gruppen. Jeder Mensch ist daher als Individuum zu sehen.

2) Gleichberechtigung bezieht sich sowohl auf gleiche Rechte vor dem Gesetz, als auch gleiche gesellschaftliche Möglichkeiten, wenn nicht andere Gründe dagegen stehen. Das Geschlecht darf kein Grund für Benachteiligungen oder andere - schlechtere oder bessere Behandlung - sein.

Ich würde hier auch die Pflichten (Wehrpflicht, Steuern etc.) mit einbeziehen. Das andere Gründe ist für mich eigentlich nur die pers. Entfaltung (frei Wahl) des Menschen, ansonsten bietet dieser Nebensatz einen Angriffspunkt… Hier wird agumentiert, andere Gründe sind halt die 23% Lohnunterschied, die wir jetzt ausgleichen wollen….

Somit würde ich hier schreiben:
Gleichberechtigung bezieht sich sowohl auf gleiche Rechte und Pflichten vor dem Gesetz, als auch die freie persönliche Entfaltung in unserer Gesellschaft. Geschlecht darf kein Grund zur Benachteiligungen/Diskriminierung oder einer anderen - schlechtere oder bessere - Behandlung einer Person sein.


3) Die Vorteile weniger überpriviligierter Männer oder Frauen dürfen nicht dafür verwendet werden, als "Ausgleich" dafür alle desselben Geschlechts zu benachteiligen.
Die linke Männerbewegung muss sich darauf besinnen, dass Linkssein immer hieß, Benachteiligungen auszugleichen, unabhängig vom Geschlecht.

Mit dieser neuen Formulierung bin ich noch weniger warm…

Bestehende Benachteiligungen dürfen nicht durch neue Benachteiligungen andererseits ausgeglichen werden.
Der Satz war da schon klarer… und ich interpretiere mal hin zu positiver Diskriminierung…

Ich selbst bin z. B. überhaupt nicht gegen Quoten, zumindest nicht vom Prinzip her. Ich finde z. B. die Quotenregelung für Behinderte in Ordnung und käme jetzt auch nicht auf den Gedanken dagegen ins Feld zu ziehen. Mich pers. stört einfach das in Europa un-zusammen hängend argumentiert wird, wenn es um Quoten geht.

Ich würde deshalb schon vor dem Manifest ansetzen und eine „Einleitung“ schreiben ala…
Durch die Frauenrechtsbewegung der letzten Jahrhunderte wurden in Zusammenarbeit von politisch linken Parteien und Bewegungen (somit auch zusammen mit Männern) gesetzliche und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten für Frauen und Mädchen aufgehoben. Wir anerkennen diese große gesellschaftliche Tat! Wir anerkennen aber auch dass heute eine rechtliche, politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern herrscht. Trotzdem stellen wir fest und erkennen an, das Aufgrund des Geschlechtes in unserer Gesellschaft Menschen immer noch unterschiedlich definiert werden und ihnen somit auch unterschiedliche Rollen zugewiesen werden. Dies führt zum Teil zu Diskriminierung in unserer Gesellschaft und durch unserer Staat!

Durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre ergaben sich immer wieder neue Ansatzpunkte um eine Gleichstellung zwischen den Geschlechtern herbei zu führen. Hierbei werden Benachteiligungen für Geschlechter konstruiert, ohne die Vorteile, die diese „Benachteiligungen“ mit sich bringen, mit in Betracht zu ziehen. So ist die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft bis heute auch über die Mutterrolle definiert. Bleibt eine Frau, auch weil sie ein persönliches Rollenbild von Mutterschaft hat, nach einer Geburt ihrem Arbeitsplatz fern, so basiert dieses auf Rollenbildern die nur langsam aufgebrochen werden können. Jedoch genießt die Frau in diesem Fall aber auch Vorteile, wie z.B. Transferzahlungen des Vaters im Trennungsfall, durch eine andere Lebensweise ein höheres Alter etc. Der Mann, der in die Ernährerrolle gedrängt wird und dieser nicht entfliehen kann, werden von unserer Gesellschaft nur Vorteile unterstellt, obwohl dieser bei genauer Betrachtung eher Nachteile erhält, außerdem wird er als potentielle Unterhaltsverweigerer (dem oft nur der Selbstbehalt bleibt) und sich nicht kümmernder Vater (obwohl er die Möglichkeit nicht hat) verunglimpft…

Deshalb stellen wir fest: Eine ganzheitliche Betrachtung der Geschlechter und ihres Rollenverständnisses finden in unserer Gesellschaft bis heute nicht statt!

Ebenso werden wahllos Konstrukte gebildet um sich „objektiv“ Vorteile zu verschaffen, so berichten z.B. die Grünen „Doppelt diskriminiert - Frauen und Mädchen mit Behinderung“ – wobei hier zwei Gruppen gebildet und zusammen genommen werden. Natürlich sind Behinderte in Deutschland vielfachen Diskriminierungen ausgesetzt, aber in wie weit behinderte Männer diskriminiert werden, entschließt sich unserem Kenntnisstand, da dieser Bereich von unserer Politik nicht genauer untersucht wird und schon gar nicht an die Öffentlichkeit dringt. Die Politik in Europa ist heute einseitig auf Frauenrollen hin ausgelegt, so gibt es Gewaltenschutzberichte nur für Frauen, Gesundheitsberichte nur für Frauen etc. Ebenso versucht die Politik einseitig „männliche“ Domänen aufzubrechen, wehrt sich aber dagegen Frauendomäne wie z.B. Schulen in ihre Betrachtung mit einzubeziehen…

Die Linke Männerrechtsbewegung sieht sich hier als Ausgleich zum Feminismus, der Probleme bisher nur einseitig aus Frauensicht betrachtet, linke Männer sehen sich als Interessenvertretung der Männer und Jungen, aber auch der Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft, um ihnen ein Sprachrohr zu geben und auf Benachteiligungen von Menschen hinzuweisen. Denn als nichts anderes sollten wir betrachtet werden, Menschen die innerhalb eines Geschlechtes




Daraus würde ich Punkt 3 wie folgt nennen:
Die Politik muss sich dafür einsetzen umfassendes Datenmaterial über alle Geschlechter und Gruppen in unserer Gesellschaft zu sammeln, einseitige Studien nur ein Geschlecht, eine Gruppe betreffend sind genau so diskriminierend wie Teile der Bevölkerung „positiv“ zu diskriminieren und diesem gesellschaftliche Vorteile zu unterstellen ohne sich ein Gesamtbild über diese Gruppe zu verschaffen.




7) Es ist nicht der Auftrag an die Männer, Frauen zu beschützen oder zu fördern.



8) Wie jede Familie selbst die Arbeit in ihrer Familie und die Arbeit im Erwerbsleben regelt ist deren Privatsache. Jedes Modell hat Anspruch darauf, anerkannt zu werden. Auch wenn eine gleichmäßige Teilhabe beider Geschlechter an der Erziehung der Kinder wünschenswert wäre, kann und muß dies jede Familie selbst für sich entscheiden, je nachdem wie diese Familie individuell strukturiert ist.

Hier habe ich das Problem das die Frau nach den Kindern heute einfach zuhause bleibt, ohne das der Partner das will. Nach einer Trennung wird dieses Modell vom Staat (Richter) dann einfach weiter fortgeführt.


9) Nichts desto trotz ist es immer ein wichtiges Anliegen der Linken, produktive Arbeit in allen Umständen zu ermöglichen. Deshalb fordern wir einen Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten für jedes Alter.


10) Väter und Mütter müssen zu jeder Zeit und in jeder Lebenslage zumindest die Möglichkeit haben ihre Kinder gleichermaßen zu betreuen und zu sehen.

Punkt 9 und 10 würde ich umdrehen, Vaterrechte gehen für mich vor dem Recht auf Kindergarten. Vor allem auch deshalb, weil Alleinerziehende Eltern durch Kindergartenplätze den anderen Elternteil noch besser wegorganisieren können.

11) Dem sog. "lila Pudel" steht der "weiße Ritter" gegenüber. Beide Männertypen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich selbst und Männerinteressen zurücknehmen, um Frauen und Fraueninteressen den Vortritt zu lassen. Beide Typen halten Frauen mehr oder weniger für nicht in der Lage, ihre eigenen Interessen selbst zu vertreten. Beide Typen wollen die Frauen vor dem jeweils anderen Typen schützen und bewahren. Für beide stehen Fraueninteressen im Vordergrund, auch wenn sie selbst vermuten, Männerinteressen zu vertreten.

Dies ist irgendwie keine Forderung und eine Weiterführung von Punkt 7.

12) Der Kampf um das Kind und der Einfluß auf die Kindererziehung ist ein wesentliches gesellschaftliches Element, welches auch von Männerseite her seinen Einfluß haben oder bekommen muß. Dies gilt sowohl vor, als auch während und ebenso nach einer etwaigen Ehe - und auch völlig unabhängig davon.

Bei diesen Punkt würde ich noch mit aufnehmen das bei Scheidung/Trennung für die Kinderfragen ein Cochemer Modell mit Mediation verpflichtend installiert werden muss um Kinder die Elternebene zu festigen und von der strittigen Paarebene zu trennen.

13) Ein Linker Maskulismus ist ein unabhängiger Maskulismus. Er definiert sich nicht von der Frauenseite her und fragt nicht, was Frauen recht ist oder was sie stört. Er ist in diesem Sinne weder profeministisch, noch antifeministisch




Mal als Anregung

Gruss
Kai

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