| Forum | Suchen | Mitglieder | Chat | Kalender | Empfehlen | Home

» Willkommen Gast [ login | registrieren ]


RE: Manifest für einen Linken Maskulismus


Forum
- Think Tank (Blog)



 
von Wolfgang Wenger am 19 Apr. 2012 19:35



_Thorsten_:



Gut, ich weiss nicht, ob man das als Argumente bezeichnen kann, aber ich schätze die feministische Antwort wird in die Richtung gehen: 1. Männer wollen sich als Opfer aufspielen (->"Kauf Dir nen Dauerlutscher") 2. Frauen sind im Grossen und Ganzen immer noch diskriminierter/benachteiligter als Männer. 3. Die wenigen Privilegien/"positiven" Diskriminierungen von Frauen mag man daher vorerst nicht auch noch aufgeben, so lange nicht Feministenforderungen xyz erfüllt wurden.




Das sei Euch unbenommen. Wenn Ihr aber lieber als Linke und nicht als Männer auftretet, werden ich und sicher auch einige andere eher kritischen Abstand zu Euch halten, auch wenn wir mit vielen Eurer Forderungen übereinstimmen. Und ob das Etikett "links" (und damit die Distanzierung von "rechts") Euch helfen wird, unter dem "Naziradar" zu fliegen, das wird sich zeigen müssen, aber ich wünsche Euch in jedem Fall viel Erfolg dabei.



Ich antworte auf beide Punkte gleichermaßen, auch wenn Unterschiede da sind.
In Bezug auf den Feminismus möchte ich hier nicht falsch verstanden werden. Ich habe den "Angriff von links" nur erwähnt, weil er in einem Interview von Bönt zu lesen war. Im Manifest sage ich ganz klar, dass es mir völlig egal ist, wie der Feminismus auf das Manifest reagiert. Ich erwarte mir weder Begeisterung, noch deutliche Ablehnung. Keines von beiden oder Beides, mir ist es gleich. Das ist nicht der Sinn des Manifests. Das Manifest soll einen bestimmten Weg darstellen, der MIR wichtig ist und über den ich mit anderen diskutieren möchte und vom dem ich andere vielleicht überzeugen kann - oder auch nicht. Gute Ideen setzen sich durch, schlechte verblassen wieder. Ich denke aber, ich und andere sind ganz gut aufgestellt und es kann ein guter Ansatz werden.

Dazu kommt eben auch, wie "andere Männer" darüber denken. Da gibt es solche, mit denen ich mir eine Zusammenarbeit gut vorstellen kann und andere, mit denen hat es noch nie funktioniert und wird es auch nicht funktionieren. Weil es mit denen nicht geht, oder weil sie ganz andere Vorstellungen haben. Was soll ich mich dann mit denen abquälen?

Ich würde es nur bedauerlich finden, wenn sich einige, mit denen vielleicht ein Zusammenkommen möglich ist, sich selbst vorschnell ausschließen.

Noch gar keine Gedanken habe ich mir über die Art einer Zusammenarbeit gemacht. Es ist reichlich nutzlos, wenn einer mehr zuhause mit dem Kopf nickt, wenn er das Manifest liest. Da muss schon noch was anderes folgen. Meine Vorstellungen von meinem Weg sind schon konkret (Vorträge, Zeitungsartikel usw.) Welche Vorstellungen und Möglichkeiten andere haben, weiß ich (noch) nicht.


Wer die Verantwortung für ein Verkehrsflugzeug oder einen Reisebus übernehmen will, muss beweisen, dass er dazu in der Lage ist. Da gibt es keine "Gleichwertigkeit" a priori, aus der man dann bei Ausbleiben einer Gleichverteilung der Geschlechter unter den Piloten oder Busfahrern hinterher eine Diskriminierung ableiten kann.


Natürlich gibt es da eine Gleichwertigkeit: jeder soll die MÖGLICHKEIT gleichermaßen haben, ein Flugzeug zu fliegen oder einen Reisebus zu steuern. Unabhängig vom Geschlecht. Wer dann will oder nicht ist eine andere Frage.



Dem "Biologismus" braucht sich auch heute niemand mehr zu unterwerfen. Aber wie willst Du andere Männer daran hindern, Frauen zu beschützen oder zu fördern? Oder wie willst Du Frauen daran hindern, den Männern den Vorzug zu geben (sei es bei der Wahl eines Partners oder eines Politikers), die Frauen beschützen oder fördern?


Durch Information! Bewußtmachung! Offenlegung der Verhältnisse! Darstellung der Ungerechtigkeiten!
Der Mensch ändert sich dann schon, wenn ihm bewußt wird, dass er zum eigenen Schaden handelt.
Im Prinzip ist es genau das Kernthema, welches schon vor Jahren Vilar angeschnitten hat: Es kann sein, dass dem Mann die Sklaverei lieber ist, als die Freiheit. Ich denke aber, wir sind heute schon einen Schritt weiter, als vor 40 Jahren. Wir sind auch schon weiter als zum Zeitpunkt der Titanic. So etwas wie damals, dass "ehrenhafte" Dummköpfe in den Tod gingen, um Frauen den Vortritt zu lassen, wird in dem Ausmaße NIE WIEDER passiern. In geringerem Ausmaße ja, aber das ist in 20 Jahren auch schon wieder anders. Ich werde daran meinen Anteil haben! Das ist unvermeidlich, bzw. ist schon zu großen Teilen geschehen.



Ich bin mir nicht sicher, vielleicht ist er auch richtig. Ich habe den Eindruck, dass viele Linke die Einflussnahme auf die Erziehung (auch von staatlicher Seite, siehe Punkt 9 - Kinderbetreuungsangebote) sehr ernst nehmen, ja für einen "Kampf" halten.



Das ist richtig, ist aber im Punkt 12 nicht gemeint. Hier geht es ausschließlich um "Familie oder die Zeit davor und danach". Den Punkt, den du wohl meinst, ist der Punkt 9

Beitragsbewertung:
Bei ForumRomanum, im Forum suchen nach Manifest Linken Maskulismus

Antworten




Informationen zum Datenschutz | ForumRomanum - Jetzt kostenlos ein eigenes Forum erstellen!