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RE: Manifest für einen Linken Maskulismus


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von _Thorsten_ am 18 Apr. 2012 20:14

Hallo Wolfgang,

ich habe mich gerade von einem gewissen Forum verabschiedet, weil ich die dortige Jagd auf die Linken einfach nur noch peinlich fand. Ein Linker bin ich deswegen noch lange nicht, einige meiner Vorstellungen sind eher rechts, bzw. liberal. Deswegen gefällt es mir auch nicht, sich jetzt mit einem "linken Manifest" und einem "linken Maskulismus" nach dem Motto "dort sind die Rechten und hier sind die Linken" aufzuspalten und abzugrenzen, ich würde mir eher etwas übergreifendes und parteineutrales wünschen.

An folgenden Punkten bin ich hängen geblieben:


1) Männer und Frauen sind gleichwertig. Von daher müssen sie auch gleichberechtigt sein/werden.

Was mir bei dieser Formulierung fehlt (und durch das "gleichwertig" verdrängt wird), ist dass der Zugang zu bestimmten Rechten (z.B. die Ausübungen von bestimmten Tätigkeiten und Berufen) abhängig ist vom Vorhandensein bestimmter Voraussetzungen oder von der Erbringung bestimmter Leistungen. In dem Kontext wäre es auch gut, über gleiche Pflichten nachzudenken, wie z.B. die derzeit ausgesetzte Wehrpflicht.


7) Es ist nicht der Auftrag an die Männer, Frauen zu beschützen oder zu fördern.

Das kann man zwar so forden, und ein Teil von mir stampft trotzig auf den Boden und meint "ja genau!", aber ich habe dennoch das Gefühl, dass es sich hier auch zu einem Teil um etwas "fest-verdrahtetes" biologisches handelt, ein Programm, dessen Befolgung zur weiteren Verbreitung der Gene beiträgt und dessen Nichtbefolgen die Verbreitung der jeweiligen Gene behindert und sich damit mithin selbst abschafft.


9) Nichts desto trotz ist es immer ein wichtiges Anliegen der Linken, produktive Arbeit in allen Umständen zu ermöglichen. Deshalb fordern wir einen Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten für jedes Alter.

Hm, ich will der Forderung jetzt nicht unbedingt widersprechen, aber beim Lesen frage ich mich, ob diese Forderung jetzt im Sinne der Linken, der produktiven Arbeit, der Familie, der Mutter, des Vaters, oder des Kindes gestellt wird. Zumindest zwischen Familie und produktiver Arbeit könnte u.U. ein Interessenkonflikt bestehen.


12) Der Kampf um das Kind und der Einfluß auf die Kindererziehung ist ein wesentliches gesellschaftliches Element, (...)

"Der Kampf um das Kind" ist zwar für viele eine traurige Tatsache, aber als "wesentliches gesellschaftliches Element" würde ich ihn nicht bezeichnen. Eher sollte man vermeiden, dass Kinder als leicht manipulierbare Geiseln, Druckmittel, oder sonst wie missbraucht werden.


Geändert von _Thorsten_ am 18.Apr.2012 20:25

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